Moderne Gartengestaltung
nachhaltig, ökologisch und wunderschön
Ein Garten bietet jede Menge Möglichkeiten – auch für mehr Nachhaltigkeit. Wer einmal angefangen hat, wird schnell merken, wie einfach sich viele Dinge umstellen lassen. Regenwasser nutzen, kompostieren, heimische Pflanzen setzen, Insekten und Kleintiere einladen statt vertreiben.
So wird aus dem Garten ganz schnell eine umweltbewusste und lebendige Umgebung. Und das Beste daran: Man muss kein Profi sein, denn mit den richtigen Ideen lässt sich jede grüne Ecke naturnah gestalten.

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Die richtige Pflanzenwahl treffen
Der einfachste Trick für mehr Nachhaltigkeit im Garten ist, heimische Pflanzen einzusetzen. Sie sind perfekt an Boden und Klima angepasst, brauchen weniger Wasser und düngen sich im besten Fall fast selbst. Wildrosen, Flockenblumen, Salbei, Glockenblumen oder Schlehensträucher wachsen gerne dort, wo sie herkommen – und machen gleichzeitig auch viele Insekten glücklich.
Ansonsten zählen zu den beliebtesten einheimischen Arten unter anderem auch:
- Schafgarbe
- Wiesen-Schlüsselblume
- Ringelblume
- Gänseblümchen
- Klee
- Margerite
- Taubnessel
Exotische Zierpflanzen sehen zwar hübsch aus, bringen ökologisch aber kaum etwas. Heimische Arten dagegen verwandeln den Garten in ein kleines Naturparadies und haben oftmals einen langanhaltenden Blüheffekt. Dadurch bieten sie Pollen, Nektar oder Beeren zur richtigen Zeit und sind genau auf die Bedürfnisse von Wildbienen, Hummeln, Schmetterlingen und Vögeln abgestimmt.

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Wasser richtig einsetzen
Gießen gehört zum Garten mit dazu, sollte aber so sparsam wie möglich gemacht werden. Wer beispielsweise Regenwasser sammelt, spart Geld und schont zusätzlich die Umwelt. Dafür reicht eine Regentonne meist für viele schon aus. Wer einen größeren Garten besitzt, profitiert wiederum von einer Zisterne. Noch effizienter wird es mit Tropfschläuchen oder Bewässerung direkt an der Wurzel.
Ein weiterer Trick: den Boden mit Mulch abdecken. Rindenmulch oder Grasschnitt halten die Feuchtigkeit länger und schützen vor Verdunstung. Das reduziert den Gießaufwand deutlich – besonders an heißen Sommertagen. So habt ihr in 5 Minuten eine praktische und vor allem sparsame Gartengestaltung.
Pflanzen wie Lavendel, Thymian oder Steppensalbei kommen außerdem sogar mit trockenen Phasen gut klar. Viele trockenresistenten Pflanzenarten kommen ursprünglich aus sonnenreichen, kargen Regionen und benötigen deshalb nur wenig Pflege, wodurch man langfristig Wasser sparen kann und trotzdem blühende Beete hat.

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Gartenpflege mithilfe von Kompost
Komposthaufen gehören in jeden nachhaltigen Garten. Mit ihnen kann die Bodenstruktur verbessert, die Wasserspeicherkapazität erhöht und Pflanzen zuverlässig mit Nährstoffen versorgt werden. Aus Küchenresten, Laub und Rasenschnitt wird mit etwas Geduld nährstoffreicher Humus. Der eignet sich perfekt zum Düngen von Beeten, ersetzt chemische Produkte und reduziert gleichzeitig den Müll. Kaffeesatz, Eierschalen, Gemüseabfälle, Laub, fein geschnittener Strauchschnitt oder Papier ohne Farbe sind ideal – Fleisch, Milchprodukte oder stark fettige Reste haben dagegen im Kompost nichts verloren.
Ein einfacher Haufen im Schatten reicht oft bereits aus. Wichtig ist aber, dass trockene und feuchte Materialien gemischt und regelmäßig umgeschichtet werden. So bleibt der Kompost gut belüftet, die Mikroorganismen arbeiten effizienter und unangenehme Gerüche entstehen erst gar nicht. Idealerweise ist der fertige Kompost dann krümelig, dunkel und riecht angenehm nach Waldboden.

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Nachhaltige Gartenbegrenzung
Auch im Bereich Zäune gibt es mittlerweile viele naturnahe Gestaltungsmöglichkeiten. Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft (am besten zertifiziert mit FSC oder PEFC) passt optisch in jede grüne Umgebung und kommt ganz ohne künstliche Beschichtungen aus. Hierbei gilt: je naturbelassener, desto besser – denn unbehandeltes Holz ist langlebiger und lässt sich bei Bedarf einfach erneuern oder reparieren. Lärche, Kiefer oder Fichte eignen sich besonders gut, da sie witterungsbeständig sind und mit der Zeit eine schöne, silbergraue Patina entwickeln.
Recycelte Materialien wie alte Holzbretter, Metallgitter oder ausgediente Zaunelemente lassen sich ebenfalls kreativ nutzen – egal ob als rustikale Abtrennung, dekorativer Sichtschutz oder Rankhilfe für Kletterpflanzen. Wichtig ist dabei, dass das verwendete Material unbehandelt und schadstofffrei ist. Lacke, Lasuren oder Beschichtungen mit fragwürdigen Inhaltsstoffen sollten vermieden werden, um Boden und Pflanzen nicht unnötig zu belasten.
Noch natürlicher wirkt ein lebender Zaun. Hainbuche, Liguster oder Kornelkirsche wachsen Jahr für Jahr nach, lassen sich gut in Form bringen und sind dazu noch pflegeleicht. Außerdem schaffen sie durch ihre Dichte neben Sichtschutz einen echten Zusatznutzen. Vögel, Insekten und andere Gartenbewohner finden hier nämlich Schutz und Nahrung.
Tierischen Besuch in der Gartengestaltung nicht vergessen
Wer außer einer lebendigen Hecke noch mehr Rückzugsorte für Tiere schaffen möchte, lässt Laubhaufen liegen, stapelt ein paar Äste oder legt einen Steinhaufen an. Igel oder Eidechsen freuen sich darüber besonders. Blühflächen locken zudem Wildbienen und Schmetterlinge an, während ein Mini-Teich zur Oase für Libellen und Frösche wird.
Vogelhäuser und Insektenhotels lassen sich zusätzlich ganz leicht integrieren und machen aus dem Garten einen lebendigen Treffpunkt für verschiedenste Arten. Meisen, Rotkehlchen oder Spatzen nutzen Nistkästen als Brutplatz, Wildbienen und Schlupfwespen finden in Holzblöcken mit Bohrlöchern oder Schilfröhrchen einen sicheren Unterschlupf. Auch Marienkäfer, Florfliegen oder Ohrwürmer profitieren von kleinen Verstecken aus Holz, Lehm oder Stroh – und helfen gleichzeitig bei der natürlichen Schädlingskontrolle.
Was darf in eurer Gartengestaltung nicht fehlen?

Foto: Courtney Cantu | Unsplash.com
Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit meingartenversand.de. Mehr Informationen dazu findet ihr hier.
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