Lifestyle Technik

Amazon Echo – Erfahrungen

Erfahrungen mit EchoEcho

Echo „wohnt“ jetzt schon eine ganze Weile bei uns und mittlerweile möchte ich die Box nicht mehr missen.

Obwohl der Lautsprecher doch noch einige Schwachstellen hat, dazu aber später.  Theoretisch ist Echo eine ganz normale Bluetoothbox – nur eben etwas „cleverer“. Es gibt sie in den Farben schwarz und weiß und noch als kleineres Modell „Dot“. Hier könnt ihr euch noch mal die Installation ansehen.

Das Handling ist wirklich mehr als einfach, da die Box direkt mit dem WLAN  sowie dem Strom verbunden ist, brauche ich sie nur ansprechen und sie reagiert. Das erkennt man auch an dem leuchtenden Ring. Wichtig ist nur, immer Alexa vor jedem Befehl zu sagen, da sich der Lautsprecher sonst nicht angesprochen fühlt. Richtig spektakulär ist das Gerät nicht, im Video könnt ihr euch am besten einen Eindruck machen und Alexa vor allem mal hören.

amazon Echo im Test

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Kritikpunkte Echo:

Strom:

Ein großes Manko ist das Stromkabel. Zum einen sieht es nicht so schön aus und ist auch gerne mal im Weg – zum anderen ist die Box auf einen Standort festgelegt. Hier kommt auch schon der nächste Haken. Stecke ich den Lautsprecher aus, um beispielsweise einen anderen Raum zu beschallen, muss ich erst die Installation abwarten. Im besten Fall macht Echo diese ganz alleine und ich muss nur warten. Manchmal muss ich bei der Installation helfen, indem ich das volle Programm durchziehen muss, also WLAN verbinden etc. Das nervt natürlich enorm. Eine Abhilfe könnte das Akkupack schaffen, dieses kostet aber zusätzlich 41,99 Euro. Ich habe es mir jetzt trotzdem mal bestellt, man gönnt sich ja sonst nichts 🙂

Man könnte natürlich auch dem Plan von amazon folgen und sich für 59,99 Euro die kleine Version Dot kaufen. Dann hat man zwar das Kabelproblem nicht gelöst, aber dafür in einem weiteren Raum Musik. Echo und Dot lassen sich aber nicht koppeln, ich hoffe an diesem Punkt ändert amazon noch etwas.

Da die Box dauerhaft aktiv ist, verbraucht sie auch konstant Strom. Das macht sich vor allem beim Akkupack bemerkbar. Schaltet man dieses nicht aus, ist nach circa zwei Stunden (ohne Betrieb) der Saft weg. Ich bin mal auf meine Stromrechnung gespannt.

Echo

Alexa Stasi 2.0?

Angeblich wird das Mikro nur aktiviert, wenn das Aktivierungswort gesagt wurde und dann wohl auch nur für ein paar Sekunden. In der App kann ich mir den gesamten Verlauf ansehen, also alle Befehle und Sounds die aufgezeichnet wurden.  Das ist schon etwas spooky, wenn man dann auf die Platteste drückt und seine Befehle hört. Die Dauer von nur wenigen Sekunden Aufzeichnung kann ich schon mal nicht bestätigen, meist wird mehr aufgezeichnet.

Laut amazon wird der Soundbite vorab lokal im Gerät ausgewertet und dann erst an den Server zur Auswertung geleitet. Und das eben auch nur, wenn „Alexa“ oder „Echo“ gesagt wurden. Das Telefonat mit der Freundin sollte also nicht bei amazon landen. Sollte 😉 Alexa scannt zwar immer wieder die Umgebungsgeräusche, fällt dabei aber nicht ihr Name oder das Aktivierungswort, löscht sie die Aufzeichnung sofort wieder. Will man auf Nummer sicher gehen, kann man den Mute-Knopf auf der Oberseite drücken und unterbricht dadurch die Stromzufuhr der Mikrofone.

Skills?

Man darf nicht vergessen, dass das gute Stück noch in den Kinderschuhen steckt. Jeder der der Einladung gefolgt ist, ist sozusagen ein Tester und muss mit den kleinen Macken leben. Deswegen will ich auch nicht zu streng sein und habe mir Echo nach meinen Bedürfnissen gepimpt. Eigentlich kann man viel mehr aus dem kleinen Zylinder holen, beispielsweise die Smarthome-Steuerung. Hat man zum Beispiel das Hue Lampensystem von Philips, kann Alexa – auf Ansage – das Licht im Wohnzimmer dimmen oder ausschalten. Sobald der „Skill“ Hue in der App aktiviert wurde, kann die Beleuchtung ganz einfach über die Stimme gesteuert werden. Im nächsten Beitrag kann ich mehr über diese Funktion sagen, dann haben wir uns dieses System zugelegt. 🙂

Es gibt schon einige Apps, diese laufen aber wohl auch noch nicht ganz rund. Gibt man seinen Arbeitsort ein, kann Alexa aber beispielsweise genau sagen, ob es Stau gibt und wie lange der Weg ist. Es gibt auch die App von Chefkoch, mit der kann man sich Rezepte vorlesen lassen und sich Inspirationen holen – so der Plan. Von fünf Sternen hat dieser Skill momentan zwei Sterne – also ein eher schlechter Durchschnitt. Die Bewertungen anderer User sagen Folgendes:

Nach zwei Monaten, in denen wir es immer mal wieder versucht haben, dem Skill eine brauchbare Rezept-Antwort zu entlocken (mit der Hoffnung hier gäbe es vielleicht Updates), wurde der Skill nun heute deaktiviert. Hier tut sich gar nichts. Und so wie es aktuell läuft, ist der Skill einfach komplett unbrauchbar.  (Carsten)

(…)Leider darf man hier nicht zuviel erwarten da die App/Skill nicht ganz fertig ist und meiner Meinung nach nicht so funktioniert, vor allem wenn man sich einfach einen Nachtisch raussuchen will, klappt es nicht und Alexa liest dann nochmal alle Kategorien vor. (H-Chr. W.)

Klingt jetzt nicht so toll. Es gibt auch einige Radioskills, da sehen sie Bewertungen etwas besser aus. Zusammengefasst kann man aber sagen, dass hier noch ein großes Verbesserungspotential gegeben ist. Auch die Hue App zickt wohl immer wieder mal, einige User können beispielweise ihre Lampen nicht dimmen oder einzelne Geräte lassen sich nicht verbinden.

Das perfekte Küchenradio?

Bei mir steht Echo in der Küche und das ist in meinen Augen genau der richtige Ort. Beim Kochen habe ich beide Hände frei und kann Alexa genau sagen was ich will. Ich kann einen Timer stellen, nach der Uhrzeit fragen oder mir eine Erinnerung in den Kalender setzen. Gefällt mir ein Lied nicht, sage ich einfach weiter und schon spielt der nächste Track. Auch leiser oder lauter versteht der Minitower, obwohl die Lautstärke dann kurzzeitig minimiert wird. Ich könnte aber auch am Rad drehen und ohne Soundverlust die Lautstärke ändern.

Fazit Echo:

Man fühlt sich schon etwas überwacht. Nach einiger Zeit lässt dieses Gefühl zwar nach, ins Schlafzimmer würde ich mir die Box aber wohl trotzdem nicht stellen. Das Handling ist wirklich einfach und scheinbar wird Echo auch wirklich optimiert. Trenne ich den Lautsprecher vom Strom, dauert es zwar immer noch circa 10 Sekunden bis das Gerät einsatzbereit ist, aber ich muss nichts mehr installieren. Ich habe in einigen Foren gelesen, dass die Soundqualität als schlecht empfunden wird. Im Vergleich zu meiner Bosebox sind die Bässe wirklich blecherner und bei voller Lautstärke etwas metallisch. Ansonsten kann es die Box aber mit hochpreisigen Speakern aufnehmen.

Bis jetzt habe ich keine großartige Lernfähigkeit bei dem Gerät feststellen können. „Das gehört zu den Dingen, die ich nicht weiß“ bekommen wir sehr häufig als Antwort von der Computerstimme.  Im Vergleich zu Siri von Apple, hört Alexa auf jeden Befehl – egal ob Mann oder Frau, bekannt oder unbekannt.

Braucht man Echo? Eigentlich nicht! Vor allem nicht für 180 Euro. Für jeden Technikfreak ist es aber ein schönes Spielzeug und wenn mal alles so läuft wie es soll, kann man mit Alexa sicher viel Spaß haben. Als Prime-Mitglied bin ich mit dem Musikangebot völlig zufrieden, hat man dieses Abo oder andere wie Spotify nicht, bringt einem das gute Stück aber wohl nicht viel.

Jetzt kann man das große Gerät und Dot auch ohne Einladung bei amazon kaufen. Im nächsten Post stelle ich euch dann die kleine Version Dot vor, dieses hat einen Klinkenanschluss und kann sich via Bluetooth auch mit externen Boxen verbinden. Zudem gibt es weitere Echoerfahrungen sowie die der Smart-Home Funktionen.

Seid ihr jetzt neugierig auf Alexa?Echo

Wie findest du diesen Beitag?
1 Sterne2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
(18 Person/en haben schon Ihre Bewertung da gelassen.)
Loading...

Wie wärs?

4 Kommentare

  • Reply
    Vesna
    21. Februar 2017 at 15:38

    Witzig ist es auf jeden Fall. Vielleicht kann man darauf verzichten aber wie du auch schreibst, für jeden der Technik mag absolut Klasse!
    Liebe Grüße

  • Reply
    Linda
    25. Februar 2017 at 13:22

    Technik Fans geht hiermit sicherlich das Herz auf 😉

    Liebe Grüße&ein schönes Wochenende,
    Linda

  • Reply
    Be-my-life
    12. März 2017 at 20:03

    Wow echt tolles Video von Euch. Für mich ist das nur eine Spielerei die man nicht benötigt 😉 So sind die Geschmäcker eben sehr verschieden. Danke für das vorstellen

  • Reply
    Isabella
    13. März 2017 at 12:59

    Das ist ja echt ein super Gerät. Ich denke auch über eine Anschafung nach, deine ausführiche Beschreibung hat mir sehr geholfen…glaube irgendwann ist alles in der Wohnung irgendwie technisch miteinander verbunden, aber solche kleinen Helferlein bringen wirklich viel Zeitersparnis usw.;) Top;)
    Lg
    Isa
    http://www.label-love.blogspot.com

Und was meinst du?