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Kind & Baby / Ratgeber Kind

3-Monats-Koliken und was uns geholfen hat

koliken 2 683x1024 - 3-Monats-Koliken und was uns geholfen hatBlähungen und 3-Monats-Koliken

Was kann ich tun, wenn mein Neugeborenes Probleme mit der Verdauung hat und viel schreit?

Mein Sohn war kaum auf der Welt, da hieß es direkt: “Der hat so viel Fruchtwasser im Bauch, der hat jetzt erstmal mit sich selbst zu tun.” Nach zwei Tagen im Krankenhausaufenthalt wurde sein Zustand leider nicht besser und mein Baby schrie zuhause fast nur noch. Er krümmte sich vor lauter Bauchschmerzen, zog die Beine an und fiel fast nach hinten über, weil er seinen Kopf so überstrecken musste.

Also Google befragen und nach Abhilfe suchen. Nach vielen Seiten mit Ratschlägen und Tipps, habe ich beschlossen euch in Kurzform aufzulisten was tatsächlich hilft. Ich kann schon mal sagen, diese Koliken gibt es bei Flaschen- und Stillkindern! Voll gestillten Babys fällt das Verdauen aber leichter als Kindern, die das Fläschchen bekommen.

Mit etwas Abstand – mein Sohn ist jetzt 7,5 Monate alt – kann ich sagen: ihr müsst das durchstehen und könnt die Situation nur verbessern, aber nicht lösen.

Leider! Aber es geht vorbei, bei uns nach vier Monaten. Trotzdem möchte ich euch unsere Hilfsmittel ans Herz legen, dem kleinen Mann habe diese auf jeden Fall geholfen, er hat weniger geschrien und ab und zu sogar lachen können.

Zu einer Kolik kommt es durch Luft im Bauch. Als erstes solltet ihr also auf Spurensuche gehen, woher diese kommt und dann geht es ans Eliminieren.

Der Darm eines Neugeborenen muss sich nach der Geburt erst umstellen. Um die Milch im Darm verarbeiten zu können, müssen erst Verdauungsenzyme gebildet werden, das geht nocht von heute auf morgen und somit sind Blähungen die Folge. Das ist bei jedem Baby gleich und gehört zur ganz normalen Entwicklung, die einen machen das aber absolut mit sich selbst aus und andere haben Probleme mit der Umstellung.

Das hat die Koliken tatsächlich gemildert:

Pre-Nahrung ändern

Nach zwei Wochen Dauergeschrei und keinerlei Besserung in Sicht, haben wir die Milchnahrung gewechselt. Auch wenn ich absolut nichts von dem Konzern Nestlé halte und diesen auch nie unterstützen wollte, hat die Spezialnahrung* geholfen. Beba Comfort hat einen vermindertem Laktosegehalt und hilft so Säuglingen bei 3-Monats-Koliken, Blähungen und Durchfallerkrankungen.

Die Bauchschmerzen wurden direkt besser, da die Milchnahrung aber auch ein Durchfallmittel ist, war in der Windel tagelang nur noch Pipi. Heißt wieder Probleme im Bauch, denn wenn der Darm gefüllt ist, drückt es auch. Geholfen hat somit nur eine Kombination aus Milchwechsel plus Abhalten. In der bequemen Position konnte sich das Baby dann endlich auch erleichtern.

Die Milchnahrung kann anstelle von Wasser mit Fenchel-Kümmel-Anis-Tee zubereitet werden oder die stillende Mutter trinkt diesen regelmäßig.

Abhalten!

Für viele, gerade Neueltern, klingt das erstmal komisch. Mir ging es genauso, denn “Abhalten” heißt das Baby über das Klo oder einem Gefäß wie einen Eimer zu halten, damit es dort sein Geschäft verrichten kann. Durch die Hockposition wird der Darm entknickt, der Beckenbodenmuskel entspannt sich und die Darmentleerung geht quasi von selbst. Luft im Bauch wird auch direkt rausgelockt und bei meinem Kind hat es direkt beim ersten Mal geklappt. Je früher ihr damit anfangt, desto leichter ist es. Hier mal eine Beschreibung, ich schreibe dazu aber auch nochmal einen extra Beitrag.

Die angenehmste Position ist die Kniekehlen eures Kindes festzuhalten und seinen Rücken mit eurem Körper zu stützen. Meist lösen sich die Babys sofort, ihr könnt unterstützend sonst auch ein Geräusch machen, zum Beispiel ein “bschhhhhhh” (laufendes Wasser).  Mehr dazu im folgenden Beitrag.

Babysport

Radeln:
Das Baby liegt auf dem Rücken, ihr nehmt seine Beine in die Hände und bewegt sie so als würde es mit dem Fahrrad fahren. Langsam starten, damit sich euer Baby nicht vor der plötzlichen Bewegung erschreckt. Du kannst auch beide Beine gleichzeitig in Richtung Bauch schieben oder die Hüfte kreisen – Hauptsache der Darm kommt in Bewegung und die Luft kann sich lösen.

Fliegergriff:
Ihr habt euer Baby bäuchlings auf dem Arm liegen, die Arme und Beine hängen dabei seitlich herunter. Der Kopf liegt in eurer Armbeuge und eure Hände greifen unter den Bauch. Durch den leichten Druck auf dem Bauch kann überschüssige Luft entweichen.

Richtige Flaschenwahl & Tropfen

Es gibt spezielle Anti-Kolik-Flaschen*, diese haben ein Ventil im Sauger und somit schluckt das Kind weniger Luft. Mir wurde auch Sab Simplex empfohlen, die Tropfen haben bei uns leider keinerlei Verbesserung gebracht, dafür schwöre ich auf Lefax. Beide Tropfen entblähen und können in die Milch gemischt werden, ihr könnt sie aber auch direkt in den Babymund tropfen, sie sind leicht süßlich und werden gut angenommen.

Massage & Wärme

Kirschkernkissen oder Wärmflaschen können helfen, in unserem Fall war es wohl eher der Glaube daran. Am praktischsten fand ich das Moorkissen, es kann in der Mikrowelle aufgewärmt werden und durch die Wolkenform passt es gut auf den kleinen Babybauch. Hier mal der Link zu Amazon.

Massagen stärken nicht nur die Bindung, sondern lösen auch Krämpfe. Mit einem oder zwei Fingern im Uhrzeigersinn auf dem Bauch kleine Kreise malen, am besten mit Windsalbe oder Kümmelöl.

Beruhigen

Klingt erstmal so easy, ich weiß! Problem ist aber leider, je mehr das Kind schreit, desto mehr Luft sammelt sich im Bauch. Viellicht gibt es ein Lieblingspielzeug oder Geräusch, mit dem sich das kleine Wesen ablenken lässt?
Beim Trinken unbedingt in eine reizarme Umgebung gehen, denn jede Aufregung führt zu unruhiger Atmung und somit wird vermehrt Luft geschluckt.

In der Trage in der Federwippe ist das Baby auch entspannt und kann so leichter Luft “entsorgen”. Wenn ihr noch Tipps oder Ideen habt, scheibt sie uns gerne in die Kommentare. Babyclubs und mehr findet ihr hier.

Ich drücke euch die Daumen für eine schnelle Besserung!

Der Artikel enthält Affiliate-Links und es werden Marken genannt, es handelt sich aber um unbezahlte Werbung!

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