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Brauche ich einen Cookie Hinweis?

11. Juli 2017
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Cookie - Brauche ich einen Cookie Hinweis?

Cookie-Hinweis ja oder nein? Brauche ich auf meiner Seite dieses Popup und wenn ja, wie geht das?

Schnell noch ein paar neue Teile bei H&M shoppen und schon poppt am oberen Bildschirmrand folgender Hinweis auf:

H&M verwendet Cookies, um Ihren Online-Einkauf so angenehm wie möglich zu gestalten. Wenn Sie unseren Service weiterhin nutzen, gehen wir davon aus, dass Sie der Verwendung von Cookies zustimmen. Hier finden Sie weitere Informationen zu Cookies und wie Sie sie ablehnen.

Neben diesen Hinweisen ist dann recht groß der „OK-Button“ und wie im Tran drücken wir alle brav auf das Knöpfchen und machen uns keinerlei Gedanken, was es mit diesem Text auf sich haben könnte.
Aber nicht nur auf großen Seiten finden wir diesen nervigen Hinweis, auch auf Blogs und kleinen Homepages werden wir zur Einwilligung aufgefordert.HundM Cookie - Brauche ich einen Cookie Hinweis?

Was sind Cookies?

Cookies sind Informations-Speicher. Heißt, eine Webseite registriert sofort deinen Besuch und begrüßt dich quasi persönlich, indem sie dir die richtige Sprache anzeigt oder deinen Namen bereits in ein Formular gesetzt hat. Dadurch erhöht sich auf jeden Fall der Komfort, denn du musst nicht jedes Mal deine Daten eingeben, wenn du zum Beispiel auf anderen Blogs kommentierst oder dich bei Facebook einloggen willst. Hast du auch dein Passwort gespeichert, reicht das Öffnen der Seite und du bist sofort in deinen Social Mediakanälen angemeldet.

Besonders praktisch finde ich dieses Feature aber beim Onlineshopping. Hast du deinen Warenkorb gefüllt und die Seite geschlossen, finden sich alle Artikel beim erneuten Öffnen weiterhin in deinem virtuellen Warenkorb. Es werden aber nur Daten gespeichert, die du „rausgerückt“ hast – der Shop kann jetzt nicht einfach deine Mailadresse ermitteln oder dein Geburtsdatum, wenn du diese Infos nicht schon mal eingetippt hast.

Der Hauptgrund des virtuellen Gebäcks ist aber personalisierte Werbung!  Hast du vor Kurzem beim Pizzaservice bestellt, tauchen auf einmal auf allen möglichen Seiten genau deine Lieblingsgerichte auf und animieren dich zur erneuten Bestellung. Gerne sehen wir auch unsere letzten Klicks von amazon oder die neuste Kinowerbung. Das Benutzerverhalten, und somit deine Tätigkeit im Netz wird verfolgt und so du bekommst maßgeschneiderte Werbung serviert.

Wurden Daten nicht schon immer gespeichert – warum jetzt überall Cookie-Hinweise?

Google macht einen auf Moralapostel und möchte sich verstärkt für den Schutz der Kundendaten kümmern. Im ersten Moment etwas verwunderlich, da das Unternehmen sich normalerweise nicht sonderlich für das Thema Datenschutz interessiert. Beliest man sich etwas zu diesem Thema, stellt man schnell fest, dass Google damit schlicht und einfach einer gesetzlichen Regelung zuvorkommen will. Die Richtlinie gab, wie der Name schon sagt, nur eine Richtung dar und gehalten hat sich keiner an die Aufklärung der Nutzer über die Speicherung der Daten.

Aus diesem Grund werden wir nun auf so vielen Seiten mit Popups beglückt – rechtlich ist das zwar auch nur ein Mittelweg – auf jeden Fall aber ein Schritt in die richtige Richtung.

Ab Mai 2018 ist der Cookie-Hinweis hingegen Pflicht, denn dann tritt die neue Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) in Kraft. Diese besagt, dass jede Webseite, die Cookies nutzt, eine Einwilligung des Nutzers erfordert und somit läuft nichts mehr ohne Cookie-Banner. Alle Änderungen sind auf der Seite von eRecht24 wunderbar zusammengefasst worden – für mehr Infos hier klicken.

Cookie kl - Cookie Hinweis?

Und wie muss ich darauf hinweisen?

Komischerweise ist die Regelung in Deutschland noch relativ entspannt. Es gibt zwar ein Gesetz – mit dem tollen Namen Telemediengesetz und dort findet sich ein winziger Absatz zu diesem Thema, der besagt:

Der Diensteanbieter darf personenbezogene Daten eines Nutzers nur erheben und verwenden, soweit dies erforderlich ist, um die Inanspruchnahme von Telemedien zu ermöglichen und abzurechnen (Nutzungsdaten). Nutzungsdaten sind insbesondere

1. Merkmale zur Identifikation des Nutzers,

2. Angaben über Beginn und Ende sowie des Umfangs der jeweiligen Nutzung und

3. Angaben über die vom Nutzer in Anspruch genommenen Telemedien.

Eine schwammige Auskunft. Sie sagt uns eigentlich nur, dass wir dem Leser irgendwie mitteilen müssen das seine Daten gesammelt werden und er theoretisch sein Veto einlegen könnte. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man aber einen Cookie-Hinweis einblenden,  am besten mit einem Link auf die Datenschutzerklärung. Hier ein weiteres Beispiel:

Wie funktioniert der Cookie-Hinweis mit WordPress?

CookieAm einfachsten baust du deinen Hinweis mit einem Plugin ein. Welches Design dir am besten gefällt, liegt ganz bei dir. Hier findest du eine ganze Auswahl an Plugins. Hast du dir eins ausgesucht, installierst du es und über den Reiter Einstellungen kannst du den Text, die Farbe und viele weitere Optionen bearbeiten.

Stell zum Beispiel ein, dass deine Besucher durch Scrollen dem Hinweis zustimmen können oder bearbeite die Gültigkeit des Cookies. Auch der Link auf die Datenschutzbestimmung macht sich in der Belehrung sehr gut und wenn du richtig Rumstreben willst, dann baust du auch noch einen Button zum Ablehnen der Datenspeicherung ein oder aktivierst den Button, dass alle Plugin-Daten gelöscht werden, sobald das Plugin deaktiviert wird. Mit wenigen Klicks bist du auf der sicheren Seite und deine Leser aufgeklärt.

Fragen? Schreib sie uns gerne in die Kommentare!

Cookie Bearbeitung - Brauche ich einen Cookie Hinweis?

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4 Kommentare

  • Antworten Sabienes 11. Juli 2017 um 9:33

    Diese Cookie-Hinweise sind für nichts gut und machen die Performance einer Seite nicht unbedingt besser.
    Ich bin total entnervt von den Teilen – auch als Webmaster.
    LG
    Sabienes

    • Antworten Helix 11. Juli 2017 um 9:53

      Hallo Sabienes,

      als Nicht-Webmaster kannst du diese im Übrigen mit diesem kleinen, netten Add-on immer ausblenden: https://cookiesok.com/ 🙂

  • Antworten shadownlight 11. Juli 2017 um 19:10

    Hey, meiner Hinweis ist sehr klein, aber mich nerven die auf anderen Seite immer sehr.
    Liebe Grüße!

  • Antworten Blogfoster? Hast du den Datenschutz berücksichtigt? 20. Juli 2017 um 17:52

    […] Und genau hier steckt das mögliche Problem, welches gerne übersehen wird. Über die Übertragung der Informationen deiner Leser muss explizit hingewiesen werden. Und zwar von dir, in den Datenschutzhinweisen!  Genau wie beispielsweise Google Analytics braucht auch Piwik ein Widerrufsrecht – beziehungsweise einen Hinweis auf der Datenschutzseite deines Blogs. So ähnlich wie der Cookie Hinweis. […]

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