Menu
Ratgeber Kind

Schlaf, Kindlein, schlaf – Wie schläft mein Baby am besten?

schlaf4 - Schlaf, Kindlein, schlaf – Wie schläft mein Baby am besten?Einschlaftipps für Mama und Papa und vor allem das Kind.

Für viele Eltern, insbesondere von noch sehr kleinen Kindern und Babys, ist das Einschlafen und Durchschlafen ein wahrhaft leidiges Thema.
Bis sich ein fester Schlafrhythmus eingestellt hat, dauert es nun eben seine Zeit. Nachfolgend ein paar Tipps, wie ihr eurem Kind dabei helfen könnt.

Strukturierter Tagesablauf

Zwar schlafen Babys gerade in den ersten Lebensmonaten noch sehr viel. Jedoch nicht immer dann, wenn wir Eltern es uns gerade wünschen würden. Berichte von Eltern, die nachts im 2-Stundentakt von ihrem Baby geweckt werden, sind leider keine Seltenheit. Kein Grund jedoch zu verzweifeln, sollte es auch euch so gehen. Babys brauchen einfach ihre Zeit, um sich an einen steten Tag-Nacht-Rhythmus zu gewöhnen.

Ihr könnt eurem Baby dabei helfen, seinen Rhythmus zu finden, indem ihr einen möglichst strukturierten Tagesablauf schafft. Sorgt für feste Abläufe und Zeiten. Fixe Orientierungspunkte helfen, dem Tag eine Struktur zu verleihen. Diese Fixpunkte können die Mahlzeiten, Ruhepausen und andere regelmäßige Aktivitäten oder Gewohnheiten sein.

Insbesondere die Abendmahlzeit solltet ihr möglichst immer zur gleichen Uhrzeit geben, denn das signalisiert eurem Baby, dass nun das Abendritual beginnt. Wählt abends eine gesunde Mahlzeit, wie z.B. Milch-Getreide-Brei, die möglichst lange und nachhaltig sättigt, jedoch leichtverdaulich und gut bekömmlich ist.

Schlaf 1 - Schlaf, Kindlein, schlaf – Wie schläft mein Baby am besten?

© fujikama | Pixabay.com

Rituale & Stressabbau

Auch Rituale, die sich regelmäßig wiederholen, geben Struktur und helfen eurem Kind, ein Gefühl von Sicherheit und Vertrautheit zu entwickeln. Sie sind bei Babys, wie auch bei Kleinkindern sehr wichtig. Während die Gute-Nacht-Geschichte der Klassiker bei den Größeren ist, ist es ein schönes Ritual für Kleinkinder, die Kuscheltiere ins Bett zu bringen. Den Bären, Häschen und Puppen wird ein Schlaflied vorgesungen und natürlich wollen die Stofftiere auch nicht alleine ins Bett.

Bei Babys hingegen ist weniger oft mehr. Auf Kuscheltiere, Schmusekissen und Nestchen im Bett solltet ihr aus Sicherheitsgründen lieber verzichten. Das Abspielen einer Spieluhr kann jedoch ein beruhigendes abendliches Ritual sein, das Vertrauen schafft. Besonders gut wirkt jedoch meist das natürlichste aller Rituale: mit Mama oder Papa in den Schlaf zu kuscheln.

Der Tagesablauf von Babys und Neugeborene ist gefüllt mit Tausenden von Eindrücken, die alle verarbeitet werden müssen. Da braucht es einen Weg, zur Ruhe zu finden. Kuscheln beruhigt und hilft dabei, Stress abzubauen. Außerdem könnt ihr euer Baby baden, um ihm vor dem Zubettgehen zu mehr Ruhe und Entspannung zu verhelfen. – Ein beliebtes Ritual, das bei vielen Babys seine Wirkung zeigt.

Die richtige Schlafumgebung

Am besten schläft es sich auf natürliche Weise in einem dunklen Raum – das gilt für Erwachsene und Kinder gleichermaßen, also auch für euer Baby. Der Grund: Bei Dunkelheit wird vom Körper vermehrt das sogenannte „Schlafhormon“ Melatonin ausgeschüttet. Zu viel Helligkeit im Schlafzimmer oder etwa ein nächtliches Dauerlicht kann die körpereigene Melatoninproduktion spürbar bremsen. Die Folge: Euer Baby wird schlechter einschlafen und auch schlechter durchschlafen – aber auch ihr selbst.

Viele Eltern werden sich nun fragen, ob das Baby denn im Dunkeln keine Angst hat, vor allem wenn es nachts aufwacht. Evolutionär bedingt ist es die normalste Sache der Welt, dass Babys Angst bekommen, wenn sie nachts aufwachen und die Eltern nicht sehen oder ihre Nähe spüren. Eine ideale Schlafumgebung könnte daher ein Beistellbettchen oder sogar das Schlafen im Familienbett sein, wo das Baby in nächster Nähe zu den Eltern schläft.

Das Umfeld macht auch einiges aus! Auf keinen Fall sollte es zu warm sein – das Baby fühlt sich wohl, wenn sich der Nacken warm, aber nicht schweißig anfühlt.

Nachtlicht – ja oder nein

Grundsätzlich macht ein Nachtlicht erst bei Kleinkindern ab etwa 2 Jahren Sinn, wenn diese in ihrer kognitiven Entwicklung so weit sind, dass sie die Dunkelheit mit bedrohlichen Dingen assoziieren. Wie ihr oben lesen konntet, wirken sich Lichtquellen ungünstig auf die Melatoninproduktion und damit auf den Nachtschlaf aus. Daher ist es einfach eine gewisse Abwägungssache.

Häufig und bei vielen Kindern ist in diesem Alter die Grenze zwischen Realität und Fantasie fließend. Somit ist es keine Seltenheit, dass sie sich nachts vor wilden Tieren im Schlafzimmer oder vor Monstern unter dem Bett fürchten. Ein Nachtlicht kann in dieser Situation beruhigend wirken.

schlaf2 - Schlaf, Kindlein, schlaf – Wie schläft mein Baby am besten?

© smengelsrud | Pixabay.com

Schlafen im Elternbett?

In vielen Kulturkreisen dieser Welt gilt es als ganz normal, dass Babys in direktem Körperkontakt zu den Eltern schlafen und man kennt dort de facto keine Einschlafprobleme bei Babys. Möglicherweise ist das Thema also hausgemacht und kulturell geprägt?

Wie auch immer. Wichtig ist es, einen guten Weg zu finden, wie Eltern und Baby beiderseits eine möglichst erholsame Nachtruhe finden können. Und wenn die Lösung ein Familienbett ist, dann ist daran absolut nichts auszusetzen – vorausgesetzt ihr gestaltet es sicher, so dass euer Baby nicht herausfallen kann und dass kein Erstickungsrisiko durch Kissen oder Decken entsteht.

Signale verstehen lernen

Ist euer Baby manchmal einfach zu müde, um einzuschlafen? Das klingt verrückt, aber es ist durchaus möglich, dass der „richtige Zeitpunkt“ zum Einschlafen verpasst wurde. Lernt deshalb auf die kleinen Anzeichen eures Babys zu achten. Neben Augen reiben, gähnen und quengeln, können auch ein starrer Blick oder die Suche nach Nähe ein Zeichen für Müdigkeit sein.

Viele Babys ziehen oder reiben bei Müdigkeit auch an ihren Ohren oder beginnen Daumen zu lutschen, selbst wenn die letzte Mahlzeit noch nicht lange zurückliegt und ein Hungergefühl ausgeschlossen werden kann. Wird das Köpfchen schwer und kann nicht mehr aufrecht gehalten werden oder fallen die Augen zu, sind die Signale für Müdigkeit nahezu unmissverständlich.

Zeit & Geduld

Abschließend lässt sich sagen, dass Eltern eine gute Portion Geduld beim Thema Nachtschlaf benötigen, denn Fakt ist, dass euer Baby mit ein oder zwei Jahren noch lange nicht durchschlafen können muss. Ihr solltet deshalb auch nicht diese Erwartungshaltung haben. Ebenso wenig sollte eure Zielsetzung sein, dass euer Baby bereits mit einem Jahr in einem separaten Raum schläft. Falls das problemlos klappt, ist es natürlich vollkommen okay. Doch nicht alle Eltern zählen zu diesen Glückspilzen.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin wachen Babys und Kleinkinder (manchmal bis zu einem Alter von etwa 5 Jahren) regelmäßig in der Nacht auf. Häufig ist ein Wechsel der Schlafphasen dafür verantwortlich. Das ist vollkommen normal und keinesfalls krankhaft. Das Wichtigste dabei ist, wie wir Eltern mit diesem Thema umgehen und uns nicht von unserem Umfeld stressen lassen.

Habt ihr noch Einschlaftipps oder Wundermittel am Start?schlaf3 - Schlaf, Kindlein, schlaf – Wie schläft mein Baby am besten?

1 Kommentar

  • Avatar
    Shadownlight
    13. August 2020 um 19:44

    Danke für die tollen Tipps, die sind sicherlich für Muttis und Vatis sehr hilfreich!
    Liebe Grüße!

    Antworten

Hinterlasse einen Kommentar

Share via